Model Alina

Duisburg

Fotogalerie Thomas

Zwei besondere Aufnahmetechniken müssen im Zusammenhang mit der Portraitfotografie erwähnt werden: die Low-Key- und die High-Key-Technik. Bei ersterer handelt es sich darum, einem Portrait mit dunklen Tonwerten besonderes Gewicht zu verleihen. Nur dunkelhaarige Personen in dunkler Kleidung vor einem dunklen Hintergrund eignen sich dazu. Die Hauptlichtquelle darf nicht gestreut arbeiten; sie soll als verhältnismäßig hartes Licht kontrastreich wirken, denn das Low-Key-Portrait lebt von dunklen Tonwerten und Spitzlichtern. Es gibt eine schwere Stimmung wider. Bei der Belichtung ist darauf zu achten, dass Diafilme eher knapp, Negative hingegen mit reichlicher Schattenzeichnung versehen sind. Die Vergrößerungen werden verhältnismäßig dunkel gehalten, mit satten Schwärzen und gerade erkennbarer Schattenzeichnung. Bei der Low-Key-Fotografie bleiben große Teile des Bildes dunkel und das Foto lebt durch wenige, aber intensive Kontraste. Es zeigen sich satte Farben am unteren Ende der Tonwertskala, und die gesetzten Schatten sind tief. Durch diesen speziellen Einsatz von Licht wirkt ein Low-Key-Foto meist eher düster, mystisch, erotisch oder auch geheimnisvoll. Die Atmosphäre ist im Gegensatz zum High-Key-Foto wesentlich gespannter und zeigt eine gewisse Dramatik. Die Low-Key-Fotografie eignet sich beispielsweise für die Aktfotografie, weil hier die Körperform eine zentrale Komponente in der Gestaltung darstellt und Schatten ein bewährtes Mittel zur Steuerung der Sichtbar- oder Unsichtbarmachung bestimmter Bildinhalte sind.